29.10.2014 Kategorie: Presse, Aktuelles, Speeddating, Archiv

400 Bewerbungsgespräche an einem Nachmittag

Unternehmen und Studierende lernen sich beim Speed-Dating im 10-Minuten-Takt kennen

Speeddating an der Hochschule Rhein-Waal (Quelle: HSRW)

Über 150 Studierende und 26 Unternehmen vom Niederrhein nutzen am 22. Oktober 2014 die Gelegenheit, sich beim Speed-Dating kennenzulernen. Im 10-Minuten-Takt konnten die Teilnehmer auf unkonventionelle Weise zielgerichtet ins Gespräch kommen.

Unternehmen sucht Praktikant, Studentin sucht Bachelorarbeit - so oder so ähnlichen lauteten die Angebote und Gesuche beim mittlerweile vierten Speed-Dating der Hochschule Rhein-Waal. Der Förderverein Hochschule Rhein-Waal e. V. und die Hochschule Rhein-Waal haben dieses Format entwickelt, um niederrheinische Unternehmen mit ihrem potenziellen Fachkräftenachwuchs zielgerichtet sowie zeit- und kosteneffektiv zusammen bringt.

Praktika, Projektstudien und Abschlussarbeiten sind wichtige Bestandteile der akademischen Ausbildung. Studierende können dabei ihr theoretisches Wissen in die Praxis transferieren. Hiervon profitieren auch die Unternehmen: Für Arbeitgeber sind sie eine hervorragende Möglichkeit, talentierte, junge Mitarbeiter zu entdecken und frühzeitig an sich zu binden. Studierende bringen nicht nur frischen Wind in den Betrieb, sondern auch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und kreative Ideen.

Entsprechend groß war das Interesse von beiden Seiten, sich beim Speed-Dating-Event kennenzulernen. Im 10-Minuten-Takt hatten die teilnehmenden Unternehmen die Möglichkeit, mehrere Bewerber der rund 150 Studierenden kennenzulernen und so den passenden Kandidaten für ihr Unternehmen zu finden. Das Ertönen einer Hupe signalisierte den Gesprächspartnern den Ablauf eines Zeitblocks, so dass der Platz gewechselt werden konnte.

Insgesamt wurden rund 400 kurze Interviews mit Studierenden geführt. Viele davon mit direktem Erfolg, so zum Beispiel beim IT-Systemhaus KLESYS GmbH aus Kalkar, dessen Geschäftsführer Oliver Tagisade sichtlich zufrieden resümiert: „Die Resonanz hat unsere Erwartungen übertroffen. Einige Bewerber verfügten sogar über Branchenerfahrung, weil sie vor Beginn ihres Studiums bei einem IT-Unternehmen gearbeitet haben. Nun haben wir das Luxusproblem, unter mehreren hochinteressanten Kandidaten auswählen zu müssen." Die Motivation, mit seinem Unternehmen erstmalig beim Speed-Dating mitzumachen, erklärt Tagisade mit dem Fachkräftemangel in der IT-Branche: „Auch wir spüren diesen und möchten nun neue Wege bei der Mitarbeitergewinnung gehen. Deshalb bieten wir Studierenden Praxissemester und Themen für ihre Bachelor- bzw. Masterarbeit".

Die KLESYS GmbH ist dabei kein Einzelfall: „Viele Unternehmen suchen neue Wege, um an gut qualifizierte Nachwuchskräfte zu kommen", erklärt Stefan Finke, Geschäftsführer vom Förderverein Hochschule Rhein-Waal e. V. „Das Speed-Dating unterstützt Unternehmen genau hierbei, es hilft aber insbesondere auch den Studierenden, Hemmschwellen abzubauen und Kontakte zu regionalen Unternehmen zu knüpfen." Teilnehmer Fabrice Hupez (29) studiert Industrial Engineering und ist vom Format überzeugt: „Es war sehr spannend, ungewöhnlich und eine super Chance schnell Firmen kennenzulernen".

Aufgrund des großen Erfolgs werden die Hochschule Rhein-Waal der Förderverein regelmäßig weitere Speed-Datings ausrichten. Das nächste Speed-Dating ist für nächstes Frühjahr auf dem Campus Kamp-Lintfort geplant.